Chronik

Die Gruppe hat sich in den Jahren 1975/76 durch die damalige Landjugend gegründet. Die formale Vereinsgründung mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgte aber erst im Jahr 1996. Heute hat die Gruppe ca. 140 aktive und 20 passive Mitglieder, was für eine 660-Seelengemeinde wie Fleischwangen doch recht erstaunlich ist. Der Verein bezweckt laut seiner Satzung die Erhaltung und Pflege, sowie die Fortentwicklung des heimatlichen Brauchtums. Dies geschieht vor allem durch die Teilnahme an Narrensprüngen, Brauchtumsfesten und Landschaftstreffen in der näheren und weiteren Umgebung von Fleischwangen.

Aber auch die aktive Gestaltung der Dorffasnet nimmt heute großen Raum ein. Neben dem traditionellen, jährlichen Bau des Funkens am ersten Wochenende nach der Fasnet haben die Bure Meckeler in den letzten Jahren auch das Verbrennen der Hexe am Fasnetsdienstag wieder eingeführt. Mit der närrischen Dekoration des Dorfes, der Teilnahme an der Schülerbefreiung und der Gestaltung des Kinderballs unterstützen die Bure Meckeler früher den separaten Narrenverein mit seinen 8 Narrenräten tatkräftig. Seit 1997 sind die beiden Vereine vereinigt. Der neu entstandene “Narrenverein Bure Meckeler Fleischwangen e.V.” ist seither für die gesamte Fasnet im Dorf verantwortlich. Zur Fleischwanger Dorffasnet gehört der jährlich am Fasnetssamstag stattfindende Umzug durchs Dorf, wo sich die Fleischwanger Bürger mit verschiedenen Gruppen rege beteiligen. Auch aus den umliegenden Gemeinden findet der Umzug großen Zuspruch. Am Fasnetsdienstag findet dann immer noch das traditionelle Saufescht statt, das über Fleischwangen hinaus bekannt ist.

Die Bedeutung der Maske lässt sich ungefähr folgendermaßen erklären:

Dem Chronisten des Vereins ist es bis heute nicht gelungen, die wahren Hintergründe der Anzugs- und Maskengestaltung in Erfahrung zu bringen und so gibt es immer noch zwei Erklärungsmuster.

Zum einen die Burestier-Erzählung, die davon spricht, dass vor langer Zeit im nahe gelegenen Waldstück “Buri” ein riesiger Stier beheimatet war, der von der Dorfbevölkerung gefürchtet war. Damit sind auch die Hörner an einigen älteren Masken erklärbar.

Die andere, weiter verbreitete Erklärung der Herkunft, ist die Geschichte über den Bure-Meck. Eine menschliche Gestalt, die ihr Unwesen in eben diesem Waldstück getrieben haben soll. Natürlich hat niemand jemals diesen Bure-Meck gesehen, aber alte Fleischwanger konnten vor einigen Jahren noch von unheimlichen Kettenrasseln und Geschrei berichten. Auch so manchen Lausbub wurde bis in die 40er Jahre unseres Jahrhunderts damit gedroht, dass er vom Bure-Meck geholt würde, wenn sich sein Benehmen nicht bessere.

Da keine schriftliche Überlieferung vorhanden sind und die meisten Personen, die darüber erzählen konnten, mittlerweile gestorben sind, gestalten sich die Forschungen als sehr schwierig.

BureMaske1
 

Das Häs der Bure Meckeler besteht aus den Farben braun, dunkelgrün und hellgrün, die in Form von Wollfäden auf einen Anzug aufgenäht sind. Dadurch erscheint die Figur sehr düster und zottelig, wie man sich einen schwer ausfindig zu machender Waldbewohner eben vorstellt.

 
Buregruppe1